Vita

Artemis Quartett

Vineta Sareika, Suyoen Kim (alternierende Violinen)
Gregor Sigl (Viola), Harriet Krijgh (Violoncello)

 

ArtemisQuartett 1

Drei Jahrzehnte nach seiner Gründung 1989 an der Musikhochschule Lübeck und ein Jahr nach einer neuerlichen Umbesetzung behauptet das Artemis Quartett seinen Ausnahmerang in der internationalen Kammermusikwelt. „Das Filigrane, das ungemein Dringliche, die sehr dichte Kommunikation, die Balance zwischen Unmittelbarkeit und kunstvoll Erarbeitetem: Das ist alles immer noch da“, schrieb Susanne Benda im September 2020 in einer Konzertrezension für die Stuttgarter Nachrichten.

In der Pandemie-bedingt auf die üblichen ausgedehnten Reisen in die USA und nach Asien verzichtenden Saison 2020/21 ist das Ensemble in allen großen Reihen Europas zu hören, darunter je drei Mal im Wiener Konzerthaus, in der Berliner und der Kölner Philharmonie sowie im Muziekgebouw Amsterdam. Bis Ende 2020 bilden ausgewählte Quartette Ludwig van Beethovens in Verbindung mit drei auf den Jubilar Bezug nehmenden Novitäten den Schwerpunkt des Repertoires. Von Januar 2021 werden Mendelssohn, Schubert, Dvořák und Schostakowitsch breiteren Raum in den Artemis-Programmen einnehmen.

Seit dem Gewinn des ARD-Musikwettbewerbs 1996 und des Premio Paolo Borciani 1997 gastiert das Ensemble in allen großen Musikzentren der fünf Kontinente. Prägende Mentoren waren Walter Levin, die Mitglieder des Alban Berg Quartetts, des Juilliard Quartetts, des Emerson Quartetts und Alfred Brendel. Seit 2005 nimmt das Artemis Quartett exklusiv für Virgin, heute Erato/Warner auf. Die Einspielungen des Ensembles erhielten regelmäßig internationale Preise. Die Gesamtaufnahme der Beethoven-Streichquartette wurde 2011 mit dem bedeutenden „Grand Prix de l'Académie Charles Cros“ gewürdigt und 2019 für die von Warner Classics zum 250. Geburtstag des Komponisten herausgegebene Gesamtedition der Werke Beethovens ausgewählt.

Im Jahre 2003 verlieh der Verein Beethoven-Haus Bonn dem Artemis Quartett die Ehrenmitgliedschaft in Anerkennung seiner Interpretationen der Werke Beethovens.

Komponisten wie Mauricio Sotelo (2004), Jörg Widmann (2006) und Thomas Larcher (2008) haben gewichtige Werke für das Artemis Quartett geschrieben. 2014 fand in Frankfurt die Uraufführung eines Konzerts für Quartett und Orchester von Daniel Schnyder statt. Das Beethoven-Jahr 2020 beging das Quartett mit Uraufführungen eigens beauftragter Partituren von Lera Auerbach, Peteris Vasks und Jörg Widmann.

Vineta Sareika spielt auf einer Violine von Antonio Stradivari aus dem Jahre 1683, einer Leihgabe der Ruggieri Stiftung. Suyoen Kim ist auf der „Lord Newlands“-Stradivari von 1702 zu hören, die ihr die Nippon Music Foundation zur Verfügung stellt. Gregor Sigls nicht eindeutig zuzuordnendes Instrument aus der Zeit um 1700 ist auf den Aufnahmen des legendären Busch-Quartetts zu hören. Friedemann Weigle, der 2015 tragisch verstorbene Bratscher des Artemis Quartetts, hatte es bereits als Mitglied des Petersen Quartetts erworben. Harriet Krijgh spielt ein Cello von Domenico Montagnana (1723), das ihr von der Prokopp Stiftung zur Verfügung gestellt wird.


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